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Abseits der Protokollstrecke – Erinnerungen eines Pfarrers an die DDR

In seinem autobiografischen Bericht : „Abseits der Protokollstrecke – Erinnerungen eines Pfarrers an die DDR“. erinnert Pfarrer Werner Braune sich eines Systems, das sich zwar als humanistisch verstand, aber die Würde des Menschen missachtete. Der Staat bezeichnete seine Bürger als „unsere Menschen“, betrachtete sie aber als sein Eigentum und verfügte über sie.

Bemerkbar machte sich das an der Einschränkung der persönlichen Freiheit ebenso wie an den Bespitzelungen durch die Staatssicherheit. Die Förderung des Individuums unterblieb.

Kurz vor seinem Tod soll Erich Honecker gesagt haben, dass er die Kirche liebe und es in der DDR zu keinen ernsthaften Differenzen zwischen Staat und Kirche gekommen sei. Makaber, wie Braune findet, denn der Alltag in der DDR sah für ihn, den Gemeindepfarrer und späteren Leiter der Stephanus-Stiftung, ganz anders aus.

Werner Braune schreibt offen, beschönigt nichts und wendet sich konsequent gegen eine allzu verherrlichende Rückschau.

Das Buch ist im Handel erhältlich oder unter http://www.amazon.de/Abseits-Protokollstrecke-Erinnerungen-eines-Pfarrers/dp/388981266X